Daniel C. Schmid: Der analoge Vernetzer

thinkparker15 Schreibe den ersten Kommentar...

Digitalisierung sei Pflicht, sagt Daniel. Abheben könne sich damit längst keiner mehr. Das sei nur mit analogen Signalen – Gesprächen, persönlichem Kontakt – möglich. Der Vernetzer möchte für seine Projekte die richtigen Menschen zusammenbringen. Ähnlich, wie auf dem Piano aus einzelnen Tönen eine Melodie zu komponieren, sei dies eine hohe Kunst.

Finde Daniel C. Schmid im Netz:
xing000 linkedin00

Daniel leitet beim SIB Schweizerisches Institut für Betriebsökonomie das Seminar- und Beratungsangebot. Gleichzeitig pflegt er die Beziehungen zu Firmenkunden und vernetzt für seine Projekte Menschen, die gemeinsam etwas erreichen können. Daniels Überzeugung: „Die Zukunft ist analog, nicht digital“.

Beziehungen „komponieren“

Diese Überzeugung widerspricht der Digitalisierung unserer Zeit – aber nur auf den ersten Blick. Alles, was digitalisierbar sei, werde digitalisiert. Digitalisierung werde so aber auch zur Pflicht. Und deshalb könne sich damit schliesslich keiner mehr abheben. Die Kür ist analog: Unterscheiden könne man sich nur noch in Gesprächen oder im persönlichen Kontakt.
Die Vernetzung von Menschen vergleicht der leidenschaftliche Pianist mit dem Spielen eines Musikinstruments: „Beim Klavier ist alles vorhanden, was es für einen Ton braucht – und zwar analog. Ich drücke eine Taste, sie überträgt die Kraft auf den Hammer, der betätigt eine Saite, es entsteht ein Ton. Die hohe Kunst dabei ist zu wissen, welche Töne zusammenpassen.“ Auch beim Vernetzen sei die Kunst, jene Menschen zusammenzubringen, die sich gegenseitig bereichern und weiterbringen.
Ein Beispiel für so ein Zusammenspiel: Gemeinsam mit dem Hauptorganisator des 24thinkpark hat das SIB vor einem Jahr den ersten Employer Branding Kurs der Schweiz entwickelt. Das SIB hat die Infrastruktur, DoDifferent bringt das Know-how.

Agilität: der Blick in die Zukunft

Von den ersten zwei thinkparks hat der Vernetzer viele Beziehungen mitgenommen. Besonders geblieben ist ihm von der Konferenz auch „die Absichtslosigkeit mit einer Struktur“. Es gebe einen klaren Rahmen von 24 Stunden, in dem sich jeder frei bewegen kann. Das wichtigste Kriterium in diesem Rahmen sei die Relevanz. Und jeder kann selbst bestimmen, was für ihn relevant ist und an welchen Sessions er sich beteiligen möchte.
Diese Idee baut Daniel in seinen Arbeitsalltag ein: „Auch hier habe ich feste Strukturen, innerhalb derer ich mit meinen Kunden relativ frei Projekte und Schulungen entwickeln kann. Das Kriterium ist auch hier die Relevanz. Und die Relevanz ist auch hier für jeden unterschiedlich.“ Es gilt, sich laufend anzupassen. Agilität? Auf jeden Fall. Doch Agilität ist für Daniel noch mehr. Vorausdenken. Schnell reagieren auf Bedürfnisse. Erkennen, wo die spannenden Dinge passieren werden. „Agilität hat nichts mit Marktbeobachtung zu tun, denn Benchmarking ist stets ein Blick zurück.“ Wie kann man den Blick in die Zukunft werfen? Entwicklungen erkennen, die noch keiner vorausgesagt hat? Rhythmen erkennen und daraus Trends ableiten? Diese Sinfonie ist noch nicht geschrieben.

Diskutiere mit