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Daniel Müller: Der „Silent Warrior“

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Er bezeichnet sich selbst als stillen Beobachter, dem „Smalltalk nicht so liegt“. Stimmt. Dafür bleibt das, was Daniel sagt, nicht an der Oberfläche hängen. Er möchte am 24thinkpark das Potential ausschöpfen, das die offene Gestaltung der Konferenz weckt.

Daniel arbeitet als Systemadministrator an einer Berufsschule. Zusammen mit einem kleinen Team ist er verantwortlich für den kompletten IT-Unterhalt, die technische Infrastruktur und das Netzwerk des Campus.

Von Neugier zur Qual der Wahl

Letztes Jahr hat der Begriff „Unkonferenz“ seine Neugier geweckt und Daniel dazu bewegt, sich am 24thinkpark anzumelden. Der Ansatz des Open Space war unbekanntes Terrain für ihn, gewohnt war er sich durchorganisierte Tagungen. So besuchte er den 24thinkpark ohne Erwartungen – und wurde positiv überrascht.

„Was mich fasziniert hat, war die Spontanität, von der die Konferenz lebt. Ich staunte, wie schnell alle Themenslots ausgebucht waren und wie viele spannende Themen zusammenkamen.“ Das habe ihn regelrecht vor die Qual der Wahl gestellt. „Es haben sich schliesslich spannende Diskussionen ergeben, gerade zu Fragen wie: Wie wird die Zukunft analog und digital? Wird die Digitalität irgendwann Überhand nehmen, so dass Menschen nicht einmal mehr miteinander sprechen?“ Auch in Erinnerung geblieben sei ihm ein online organisiertes und abgewickeltes Lernprojekt, das einer der Teilnehmenden vorgestellt hatte.

Potential durch Offenheit und Spontanität

Die primäre Faszination, die Daniel von der Konferenz letztes Jahr mitgenommen habe, sei die Open Space Methodik selbst. Sie wecke Potential in den Menschen. „Auch bei eher zurückhaltenden Menschen, die zeitweise sogar als passiv eingeschätzt werden“, sagt Daniel und lacht – der „Silent Warrior“, wie er am letzten 24thinkpark mehrmals genannt wurde, meint damit nicht zuletzt sich selbst. Eine Location wie das Arche Brockenhaus, die riesige Vielfalt an Teilnehmenden und der hierarchielose Umgang zwischen ihnen fördere die Kreativität und das freie Denken zusätzlich. „Hier trifft der Student auf den CEO. Ich konnte mit Leuten diskutieren, denen ich sonst wahrscheinlich nicht begegnet wäre.“

Zu eigenen Themen, die er an die Konferenz mitbringen möchte, hat sich Daniel den Kopf noch nicht zerbrochen. „Ich werde mich vom spontanen Ansatz leiten lassen, der die ganze Konferenz ausmacht. Oftmals ergeben sich Themen bei Gesprächen ausserhalb der Diskussionsrunden. Die Themenslots werden wohl auch dieses Jahr kaum lange frei bleiben.“

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