Myriel Troemer: Die weltoffene Lernspezialistin

thinkparker15 Schreibe den ersten Kommentar...

Optimistische, neugierige Menschen haben es im Leben leichter. Diese Überzeugung hat Myriel auch, wenn sie beruflich gerade auf einem anderen Kontinent weilt. Neugier und Offenheit möchte die Lernspezialistin in ihrem Arbeitsumfeld fördern – besonders für das Thema Agilität.

Finde Myriel Troemer im Netz:
xing000 linkedin00

Einige Tage vor ihrem Interview für den 24thinkpark ist Myriel aus Tokio zurückgereist. Die zweiwöchige Asien-Geschäftsreise hatte sie in ihrer Funktion als Senior Learning & Development Specialist der AXA Investment Managers angetreten. Hier ist eine ihrer Haupttätigkeiten die Entwicklung neuer, flexibler Lernangebote, die auch für die Mitarbeitenden ausserhalb Europas zugänglich sind und dabei die unterschiedlichsten lokalen Bedürfnisse berücksichtigen.

Um einen Einblick in die japanische Kultur zu erhalten, machte Myriel in Tokio ein „Geisha Makeover“: Sie liess sich als Geisha schminken und verkleiden. „Mir ist wichtig, global zu denken und ein Verständnis für die lokale Kultur zu entwickeln“, sagt die Frau auf den beiden Bildern. Ja, es ist tatsächlich ein und dieselbe Frau – die gerne auch kreative Wege geht, um von anderen und über andere zu lernen.

Verschiedene Biografien, Berufe, Bereiche

Im Vergleich zu Tokio ist die Reise von Frankfurt am Main nach Zürich für Myriel ein Katzensprung. Sie war bereits letztes Jahr am 24thinkpark dabei, damals vor allem aus Neugier auf das Format der Konferenz: „Ich wollte reinschnuppern und liess alles auf mich zukommen. Schliesslich konnte ich sehr viele neue Ideen und Sichtweisen mitnehmen.“

Myriel hat letztes Jahr die Frage beschäftigt, wie offen Menschen neuen online-Lernmöglichkeiten gegenüber sind. „Gespräche mit unterschiedlichen thinkparkern haben gezeigt, wie wichtig es ist, Kunden oder Mitarbeitende schon von Anfang an in ein Projekt einzubinden – und ihnen nicht einfach das Endresultat vorzusetzten.“ Auch andere Inputs vom flowmarkt der ideen seien später in ihren Berufsalltag eingeflossen, wenn auch eher unbewusst.

Spannend fand Myriel, wie die Konferenz Menschen mit verschiedenen Biografien und verschiedenen Berufen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenbringt. Sie habe durch diese Vielfalt viele neue Impulse bekommen. „Zudem fand ich es sehr bereichernd, ausserhalb der gewöhnlichen Businessräume eine völlig andere Atmosphäre zu erleben. Das Arche Brockenhaus ist eine Lokalität, die als solche schon die Kreativität fördert.“

Agilität in internationalen Grossunternehmen?

Dieses Jahr wird Myriel nicht mehr nur schnuppern, sondern die Konferenz mit ihren eigenen Fällen mitgestalten. Agilität ist ein wichtiges Thema für sie. „Wir sind in der Firma gerade dabei, Agile Working und Agile Learning umzusetzen – und wollen dafür im Unternehmen allgemein eine agile Mentalität schaffen.“ Daher ihre Fragestellung für den 24thinkpark: Wie schafft man das in einer grossen Organisation? Was kann dabei schiefgehen – was funktioniert? „Wichtig ist, die verschiedenen Perspektiven nicht aus den Augen zu verlieren“, davon ist Myriel überzeugt. „Einerseits wollen wir die Mitarbeitenden an Bord bekommen, andererseits auch die Geschäftsleitung.“ Wie kann man Agilität auf allen Ebenen eines Unternehmens etablieren? Wie können festgefahrene Strukturen aufgebrochen werden? Wie können internationale Unternehmen, die verschiedene Kulturen vereinen, Veränderungen umsetzen?

Diskutiere mit