Digitalisierung

Digitalisierung. Übernehmen Maschinen das Kommando?

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Am 24thinkpark 2016 dreht sich alles um die Digitalisierung. Schon vorgängig wollen wir euch deshalb einen Überblick über diese Spielwiese verschaffen. Heute: ein altes Strategiespiel und autonomes Fahren.

Wir fangen mit ein paar Zahlen an: 2010 wurde die Firma DeepMind gegründet, 2014 verkauft. Für über 500 Millionen Franken. Jetzt heisst die Firma Google DeepMind. Das Produkt: Ein Programm, das Computerspiele spielen kann. Der Clou dabei: Der Computer bringt sich die Spiele selbst bei. Dafür arbeitet er mit einem neuralen Netzwerk. Und das ist geklaut: Nämlich vom menschlichen Hirn. Jetzt hat sich Google mit Go eines der komplexesten Spiele vorgenommen. Das Go Spiel ist vom Sinn her einfach. Es gibt weisse und schwarze Steine auf einem grossen Raster, die abwechselnd gelegt werden. Jeder versucht, den Gegner einzusperren. Mit reinem Rechnen ist das Spiel im Gegensatz zu Schach nicht zu lösen, selbst Profispieler ziehen nach der Eröffnung oft nach Gefühl. Und jetzt hat es der Computer AlphaGo geschafft, den amtierenden Weltmeister 4:1 zu besiegen. Eine Sensation! Führende Wissenschaftler dachten, dass wir noch 10 Jahre davon entfernt sind. Da hat uns die Digitalisierung überrumpelt. Und da die neuralen Netzwerke ähnlich funktionieren wie unser Gehirn, ist es nur eine Frage der Zeit, bis uns die Maschine auch in anderen Gebieten übertrumpft. Nur, wo? Am thinkpark können wir darüber diskutieren.

Wie Computer lernen

Zwei Google Mitarbeiterinnen nutzen ihre 20% Freizeit bei der Arbeit, um YouTube Videos zu machen. Heute: Wie neurale Netzwerke bei Maschinen funktionieren.

Kein Trinkgeld für den Roboter

Aber nicht nur bei harmlosen Spielen verlieren wir als Menschen unseren Einfluss. In den unterschiedlichsten Bereichen des Lebens werden wir nicht mehr gebraucht – zumindest nicht mehr so wie früher. Die Taxiindustrie beispielsweise. Taxifahrer sind ausser Rand und Band. Uber hat das Taxigewerbe übernommen. Über eine App fürs Handy kann jeder mit seinem privaten Auto zum Taxifahrer werden. Wer einen Fahrer braucht, kann per App seinen Standort durchgeben und das Uber-Taxi kommt direkt vors Haus. In den meisten Ländern auch ohne Taxischein und zu Kampfpreisen. Die vielen gelernten Taxifahrer, die sich gegen Uber auflehnen und versuchen, ihren Beruf zu retten, befinden sich aber auf dünnem Eis. Denn Uber ist vielleicht jetzt eine Gefahr, aber da kommt noch mehr. Selbstfahrende Autos sind der letzte Schrei. Google testet ein Auto, ohne Steuerrad und Gaspedal. Ein Tesla fährt auf der Autobahn bereits komplett selbständig, für den Spurenwechsel reicht ein Knopf am Blinker. Zudem haben die meisten Automarken in ihren Luxusmodellen bereits automatische Notfallbremssysteme installiert (AEB). Doch damit nicht genug: In der Schweiz testet die Post bereits fahrerlose Busse. Wie lange es wohl dauert, bis in grossen Städten fahrerlose Autos umherfahren, die sich mit einer App bestellen lassen? 24/7, immer hellwach und es braucht kein Trinkgeld. Was machen die Taxifahrer dann?

Die Digitalisierung gewinnt immer weiter an Land und selbst die letzten Königsdisziplinen, die viel Kreativität brauchen, werden von Computern eingenommen. Welche Gewerbe werden gerade und in Zukunft kräftig durchgerüttelt? Ist die nächste Revolution im Taxigewerbe schon in greifbarer Nähe? Und was, wenn Computer nicht nur in komplexen Spielen besser sind, die viel Kreativität brauchen, sondern auch im Alltag? Wir wollen eure Ideen am thinkpark dabei haben.

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