Eine kurze Geschichte des Open Space

Konferenzinfos 2 comments

Keine Einbahnstrassen sondern Begegnungszonen. Open Space ist ein interaktives Konferenzformat, das ohne klassische Strukturen auskommt. Wie das gehen soll und warum es zum thinkpark passt, erfährst du hier.

Für Christoph Jordi, Organisator des 24thinkparks, sind herkömmliche Konferenzen Einbahnstrassen. Die Vielfalt an Ideen die Intelligenz des Publikums können nicht genutzt werden mit althergebrachter Sender-Empfänger-Kommunikation. „Uns geht es darum, die Teilnehmer maximal einzubinden, sie maximal zu aktivieren“ erklärt Jordi. „In den Diskussionen generieren wir spannende Resultate – auch weil die thinkparker ganz verschiedene Hintergründe haben.“ Welche Resultate am Ende erzielt werden sollen, ist im vornherein noch nicht klar: „Beim Open Space ist der Weg das Ziel.“

So nicht!

Herr Dr. Denkdichklein schlurft ans Rednerpult, richtet seine Brille, schaltet seine Präsentation zur Biosynthese von Nukleinsäuren ein und spult sein Programm ab. Heute werden es 83 Folien sein. Die Zuhörerschaft teilt sich in zwei Gruppen: Die Schläfer und diejenigen, die verbissen alles notieren, was ihnen im Nachhinein auch nur im Entferntesten von Nutzen sein könnte. Am Ende der Präsentation richtet sich Herr Denkdichklein ans Publikum: „Haben Sie noch irgendwelche Fragen?“ – Ein Satz, der zwar mit einem Fragenzeichen endet, der jedoch über die Jahre seinen fragenden Ton komplett verloren hat. Tatsächlich meldet sich ein Hartgesottener und wählt Frage drei. Da immer dieselben Fragen gestellt werden, hat der Herr Doktor sie für sich selbst nummeriert. Die Standardantwort stellt den Fragenden zufrieden – wie immer.

Open Space

Von Daniel Osterwalder visualisiert: Eine kleine Open Space Geschichte

Dialog statt Monolog

Open Space funktioniert anders! Innerhalb eines thematischen Rahmens bewegen sich die thinkparker komplett frei. Dabei setzen wir allerdings nicht auf symmetrische Kommunikation vom Sender A zum Empfänger B, sondern auf Dialog: Open Space lebt von den Teilnehmern selbst. Sie sind es, die ihre Gedanken, Ideen, Probleme zum Thema mitbringen und sie sind es auch die gemeinsam Lösungen erarbeiten. Gruppen bilden sich eigenständig, interagieren und lösen sich von selbst wieder auf. Dafür stehen verschiedene Arbeitsinseln zur Verfügung, die von Piloten koordiniert (nicht moderiert!) werden. Ob analog oder digital, ist jedem selbst überlassen. Die Infrastruktur bietet der 24thinkpark. So kann sich der Duft der Eigendynamik optimal entfalten und es entstehen völlig neue Herangehensweisen. Es geht darum Inputs zu kriegen, Dinge aus anderen Blickwinkeln zu betrachten, neue Ansätze zu finden und voneinander zu profitieren. Komplexe Herausforderungen werden beim Open Space mit dem Wissen, der Kreativität und der Erfahrung von vielen gelöst.

2 comments

[…] sind mitten im Endspurt der Vorbereitungen und freuen uns riesig. In unserem Blog erklärten wir Open Space, legten unsere Geldsituation offen, führten vorgängig durch das Arche Brockenhaus und stellten […]

TheRose sagt:

Dialog nach Bohm – nachlesen – z.B. mit Krishnamurti auf Augenhöhe

Diskutiere mit