Sonja

Sonja auf der Maur: Die kommunikative Gesellschaftsspielerin

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Für Sonja auf der Maur ist ihr Beruf als Bereichspersonalleiterin im Kinderspital mehr als nur ein Alltagsgeschäft. Sie lancierte zusammen mit ihrem HR-Team eine Rekrutierungskampagne mit einem 44-jährigen VW-Bus. Nicht nur das Thema Digitalisierung, sondern auch der branchenübergreifende Austausch fasziniert sie am 24thinkpark. Ob sie den Austausch allerdings 24 Stunden pflegen kann, weiss sie noch nicht. Sonja schläft einfach zu gerne.

Sonja begrüsst mich herzlich in ihrem Büro. Sie ist Bereichspersonalleiterin im Kinderspital Zürich. Es ist ein sehr kleines Büro mit 2 Aktenschränken und selbstgemalten Plakaten von Ihren KV-Lernenden an den Wänden. Sonja arbeitet mit Herzblut als Personalerin. Sie und ihre Kollegin Désirée Nater versuchen deshalb immer wieder, frischen Wind in die Arbeitsweise der Personalabteilung zu bringen.

Sehr viel Papier

Das überschaubare Büro von Sonja war vor einiger Zeit noch voller. Es standen zusätzlich zwei Aktenschränke voll mit Dossiers in ihrem Büro. «Vor zwei Jahren haben wir alle Personaldossiers eingescannt, das hat uns einiges erleichtert», erzählt sie. Das ist der erste grössere Schritt in Richtung Digitalisierung, den die Personalabteilung des Kinderspitals gewagt hat. Ansonsten liegt überall noch sehr viel Papier rum. «In diesen Dingen sind wir noch nicht so modern, aber eigentlich wünsche ich mir eine Effizienzsteigerung». Deshalb sucht Sonja selbst immer nach innovativen Ideen, um die Digitalisierung konkreter einzubinden. Dafür hat sie sich bereits Ziele gesetzt. «Momentan arbeite ich daran, das Kinderspital auf Kununu zu platzieren.» Vorgängig hat sie zusammen mit dem ganzen Kispi-HR-Team sowie zwei externen Agenturen die Rekrutierungskampagne www.kispi-spirit.ch mit einem 44 Jahre alten VW-Bus und einer Facebook-Karriereseite aufgegleist. «Wir wollten zukünftige Mitarbeitende auf neuen, einfachen Wegen ansprechen. Und die Resonanz ist super», freut sich Sonja.

Für Sonja ist die Digitalisierung das Thema der Zukunft. Deshalb besucht sie regelmässig Konferenzen. Allerdings kann sie herkömmlichen Weiterbildungen nicht mehr viel abgewinnen. «Ich bin ein kommunikativer Mensch. Es fällt mir schwer, einem Referenten zuzuhören und auf meinem Stuhl sitzen zu bleiben. Mir ist ein Austausch extrem wichtig.»

Scotland Yard durch Zürich

Dass Sonja der Austausch mit ihren Mitmenschen wichtig ist, zeigt auch ihre Leidenschaft für Gesellschaftsspiele jeder Art. Herkömmliche Spiele vermischt sie mit heutigen Technologien. Vor einiger Zeit hat sie an ihrem Geburtstag für ihre Freunde ein Scotland Yard-Spiel durch Zürich organisiert. Als Misses X hat sie versucht, zwei Detektiv-Gruppen an der Nase herum zu führen. «Dieses Spiel habe ich digital organisiert. Ich habe für beide Gruppen einen Whatsapp-Chat gemacht und ihnen immer wieder meinen Standort zugeschickt», erzählt sie. Das Smartphone gehört für Sonja zum Leben dazu. Auch sie ertappe sich oft wie sie im Zug als erstes direkt das Handy in die Hand nehme. «Es ist erstaunlich wie stark wir uns an Smartphones gewöhnt haben», stellt sie fest. Doch Sonja hat gezwungenermassen gelernt, wie erholsam es ohne Smartphone sein kann. «Vor meiner Abreise nach Südamerika Anfang dieses Jahres habe ich am Flughafen mein Handy liegen gelassen. Zuerst hatte ich Angst. Was mache ich sieben Wochen lang ohne mein Handy?», erzählt sie. Sonja hat sich aber schnell mit der Situation abgefunden. Man müsse ja nicht immer erreichbar sein. Aber gewöhnungsbedürftig war es im ersten Moment schon.

Ausserhalb der HR-Welt

Bereits zwei Mal hat Sonja am HR Bar Camp teilgenommen. Eine Konferenz ähnlich wie der thinkpark. «Bereits dieses Konzept der offenen Atmosphäre hat mich total überzeugt. Und dann habe ich vom 24thinkpark gelesen. Da musste ich dabei sein», sagt sie lachend. Kreativ und lustvoll stelle sie sich den thinkpark vor. Aber am meisten freue sie sich auf den Austausch mit spannenden und kommunikativen Menschen aller Berufsfunktionen. «Es wird sehr interessant werden, in neue Bereiche einzutauchen und mit Menschen ausserhalb der HR-Welt zu diskutieren.» Ob sie die 24 Stunden durchhalten werde, möchte Sonja nicht versprechen. Schmunzelnd sagt sie: «Ich lasse es auf mich zukommen. Aber ich muss gestehen, ich schlafe einfach viel zu gerne.»

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